Ludwigshafen am Rhein.

Die Entstehung  -  Kurze Geschichte  -  Etwas ausführlichere Geschichte

Die Stadtteile mit Lageplänen und Bildern aus heutiger Zeit

Offizielle Stadteile  -  Inoffizielle Stadteile

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Einwohner-Entwicklung:

Gemeinde Ludwigshafen 1852: 1.500

Stadt Ludwigshafen:

1859: 2.700
1888: 25.000
1899: mehr als 50.000
1921 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

31.12.1970: 181.762


31.12. 2006: 163.560

31.12.2009:
167.510 Einwohner;
davon 134.979 Deutsche = 19,4% Ausländeranteil

31. 12. 2012:
164.351 Einwohner:
    - 81.983 Männer
    - 82.368 Frauen
   
    Arbeitslose: 7.655

31.12.2014:
167.611 Menschen lebten Ende 2014 in Ludwigshafen am Rhein. Das waren 2.249 Personen mehr (+1,4%) als im Jahr zuvor. Bereits 2013 gab es mit einem Plus von 1.415 Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafenern einen beträchtlichen Zuwachs, nachdem 2011 und 2012 durch die Einführung der Zweitwohnungssteuer und der damit verbundenen Abmeldungen der Nebenwohnsitze die Zahl gemeldeten Einwohnerinnen und Einwohner gesunken war.

Ende 2014 wohnten 38.406 Ausländerinnen und Ausländer in Ludwigshafen, 1.986 Menschen oder 5,5% mehr als 2013.

2014 wanderten insgesamt 11.582 Menschen über die Stadtgrenzen zu und im Gegenstrom 9.194 weg. Somit verblieb ein Wanderungsgewinn in Höhe von 2.418 Personen.
[Quelle: Stadt Ludwigshafen]

   
Fläche: 77,55 km²

Sonstige Daten:

Höhe über dem Meer (NN): 89 bis 99 m
Postleitzahl: 67059
Kennzeichen: LU

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Kurze GESCHICHTE:

Am 27. Dezember 1852 verlieh König Maximilian II. Ludwigshafen die Rechte einer Gemeinde;
Am 8. November 1859 wurde die Gemeinde Ludwigshafen zur Stadt erhoben, 1921 wurde Ludwigshafen Großstadt.

Aber lange vor dieser Zeit stand diese Region schon im Blickpunkt, denn die alten Römer unterhielten in dem nahe gelegenen Alta Ripa (heute: Altrip, unweit im Süden vor Ludwigshafen), einen Garnisionsstützpunkt; von dort aus bauten sie Straßen über den Pfälzer Wald hinaus, und auch einige luxuriöse Anwesen, von denen noch Grundrisse erhalten geblieben sind.

Viele Stadtteile haben einen geschichtlichen Hintergrund, der bis in das siebte Jahrhundert zurück reicht; siehe in den nachfolgenden Tabellen.

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Hinweis: Die hell unterlegten Textstellen offenbaren Ihnen weitere Informationen, wenn Sie mit der Maus darauf zeigen!


Die offiziellen Stadtteile; offiziell, weil sie je einen Ortsbeirat mit einer unterschiedlichen Anzahl von Mitgliedern haben:

Bei Gemeindegründung 1852 gab es nur die heutige Stadtmitte. Auch der Hemshof (die alten Bauernhöfe, die es schon seit dem
Lorscher Kodex
Der Lorscher Codex (lateinisch Codex Laureshamensis) ist ein ungefähr zwischen 1167 und 1190 in der Reichsabtei Lorsch angelegtes handschriftliches Buch. Es enthält eine umfangreiche Klostergeschichte.

Da der Lorscher Codex die Ersterwähnung vieler Gemeinden – über 1.000 Orte werden in ihm genannt – enthält, wird er von heimatgeschichtlich Interessierten gern anachronistisch als Grundbuch bezeichnet. Der Lorscher Codex ist die älteste geschriebene Geschichtsquelle für Hunderte von Orten.

Im „Codex Laureshamensis" verzeichneten die Mönche des Lorscher Klosters neben Kauf- und Tauschverträgen die dem Kloster gemachten Schenkungen von Dörfern, Gehöften, Ländereien und allerlei sonstigen schätzenswerten Dingen auf Grund der ihnen vorliegenden Originalurkunden.
gab), Teile des heutigen Stadtteils Innenstadt-Süd und (inoffiziell) West lagen ebenfalls auf der Gemarkung.

Besondere Aufmerksamkeit will ich hier auf eine Autorin richten, die sich ganz hervorragend mit den Stadtteilen in heutiger Form beschäftigt hat, und auch noch zusätzliche, sehr informative Angaben zu diesen Stadtteilen liefert: Ganz lieben Dank an Ilona Schäfer!

Zusammen mit diesen neuen Eindrücken unser Stadt Ludwigshafen ergibt diese Seite eine Übersicht, die in dieser informativen Kombination von Geschichte und Jetzt-Zeit eine beeindruckende Übersicht darstellt!


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Stadtteil 
erwähnt
im Jahr
eingemeindet
zusätzliche Angaben
 Friesenheim


(c) Ilona Schäfer

771 1892
 Gartenstadt


(c) Ilona Schäfer

1909 gegründet
 Maudach


(c) Ilona Schäfer

772 1938
 Mundenheim


(c) Ilona Schäfer

770 1899 Info Auf dem Gebiet Mundenheims befand sich eine römische Militär- oder Straßenpolizeistation, allerdings ohne Zeitangabe. Außerdem wurde auf dem Gelände des Schulzentrums ein römischer Brunnen gefunden.

Nach den Römern folgten die Alemannen.
Um 500 n. Chr. folgten dann die Franken. Es war ein fränkischer Clanchef namens Mundo, der sich mit einer Gruppe von Untergebenen im Heim des Mundos (Mundinheim) niederließ.
Der Sage nach kam der Franke Mundo, auf der Landsuche den Rhein herauf, wohin ihm seine Gefährtin Hita bereits vorausgeeilt war. Als er das Hochufer emporstieg sah er eine Wiese mit Schlüsselblumen. Hita zeigt ihm den Platz. Mundo ist begeistert und sagt zu Hita: „Lass uns hier einen Hof bauen, und dieser soll Mundinheim heißen; ein Schlüssel soll unser Wappen zieren.“
Der Schlüssel findet sich noch heute im Ortswappen, allerdings wird er dort mit dem Heiligen Petrus in Verbindung gebracht.

1798 ist Mundenheim im französischen Besitz.

1814 fiel Mundenheim durch den Befreiungskrieg unter eine österreich-bayerische Administration.

1816 bis 1945 ist Mundenheim bayerisch.

1853 musste Mundenheim Teile ihrer Gemarkung an das 1843 gegründete Ludwigshafen abtreten.

Am 1. Dezember 1899 wird Mundenheim in Ludwigshafen eingemeindet.
 Oppau


(c) Ilona Schäfer

808 1938 Info
In Oppau eröffnete die BASF 1913 ein weiteres Werk. Dadurch wurde aus dem Bauerndorf eine Industriegemeinde, die, 1928 mit der Gemeinde Edigheim vereinigt, 1929 noch Stadtrechte erhielt. 1938 wurde Oppau-Edigheim nach Ludwigshafen eingemeindet.
 Oggersheim


(c) Ilona Schäfer

764
(als Agridesheim)
1938
Info
Im Vergleich zu den anderen Stadtteilen hat Oggersheim die bedeutendste Geschichte aufzuweisen. Schon um Christi Geburt stand im Raum des heutigen Stadtteils eine römische Villa, in deren Nähe eine römische Fernstraße aus Italien über Straßburg (Argentoratum), Speyer (Noviomagus) und Worms (Borbitomagus) nach Mainz (Mogontiacum) und weiter über Xanten (Vetera) bis an die Nordsee (Rheinuferstraße) führte.

Um das Jahr 765 gab es an gleicher Stelle ein fränkisches Königsgut.

Bis zum Jahr 911 hatte das elsässische Kloster Weißenburg die Grundherrschaft inne.

Vermutlich ab 1317 hatte Oggersheim Stadtrechte mit geschätzten 250 Einwohnern, seit Ende des 16. Jahrhunderts war es Festungsstadt.

1689 wurde Oggersheim im Pfälzischen Erbfolgekrieg verwüstet.

Das heutige Rathaus entstand 1839/1840.

In der NS-Zeit wurde das bebaute Gemeindegebiet durch den Bau der Notwende als BASF-Werkssiedlung (1934-1937) erheblich erweitert.

In den 1960er Jahren entstanden die Wohngebiete Oggersheim-West und an der Langewanne die Neue Heimat.

Anfang der 1990er wurde der Ortskern als Sanierungsgebiet aufgenommen. Ebenfalls in den 1990er Jahren wurde die Notwende durch das Neubaugebiet Melm erheblich vergrößert.
 Rheingönheim


(c) Ilona Schäfer

831 1938
Der Ort kann auf eine lange Besiedlung zurück blicken. Schon in der Regierungszeit des römischen Kaiser Claudius wurde bei Rheingönheim ein römisches Kastell angelegt, das den Flussübergang bei Altrip sowie die Neckarmündung (auf der gegenüber liegenden Rheinseite), die damals auf dieser Höhe lag, sicherte. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1912 und 1961 konnten aus etwa 400 Gräbern zahlreiche Gegenstände geborgen werden.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rheingönheim im Jahr 831 im „Goldenen Buch“ der Abtei Prüm.

1938 wurde Rheingönheim nach Ludwigshafen eingemeindet.

1945 errichteten die amerikanischen Streitkräfte ein Kriegsgefangenenlager. Die ehemaligen Soldaten wurden hier auf engstem Raum gefangen gehalten, bis sie in andere Lager verlegt wurden. An dieses Lager erinnert ein Gedenkstein an der Kreuzung der Kreisstraße K7.
Info

 Ruchheim


(c) Ilona Schäfer

 772
(als Richinisheim)
1974
Ruchheim wurde bereits um das Jahr 800 n. Chr. im Lorscher Kodex erstmals urkundlich erwähnt. Es heißt dort auf Lateinisch: „In Christi Namen am 14. September im 3. Regierungsjahr König Karls übergebe ich, Imma, zum Heil meiner Seele dem hlg. Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, als Geschenk die Hofstatt in Richinisheim im Speyergau mit Weiden und Wasserstellen, und bestimme dies durch Vertrag zum dauernden Besitz.“

Im Jahr 1700 wurde Ruchheim an die aus Basel stammende Familie von Russicon verkauft. Diese baute das Wasserschloss zu einer barocken Schlossanlage um, von der noch das Wohnhaus und Teile der Umfassungsmauer erhalten sind.

Der älteste überlieferte Name Ruchheims findet sich im Lorscher Kodex in der Form Richinisheim, was so viel wie Heim des Richin bedeuten soll.

Der Name Richinesheim taucht im Jahr 895 in einer Urkunde des Klosters Weißenburg auf. In einer Urkunde des gleichen Klosters aus dem 10. Jahrhundert heißt es dann Ruochheim (Heim des Ruoch). Im Jahr 1271 wird der Ortsname mit Rucheim wiedergegeben.

Ab 1600 findet sich dann zum ersten Mal die heutige Schreibweise Ruchheim. Allerdings wird der Name noch 1836 vereinzelt Rugheim geschrieben
Info

 Innenstadt Nord Bild folgt

schließt Hemshof und West(end) ein.
 Innenstadt Süd Bild folgt

schließt Mitte, Parkinsel und Rheinufer Süd ein
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Die inoffiziellen "Stadtteile", weil sie zwar einen Namen haben, aber keine Stadtteile an sich sind; sie wurden anderen Stadtteilen zugeordnet - bilden aber in den Augen und Seelen der Bürger Gebiete, die diese Namen in ihrem ureigensten Sinn als wichtige Teile der Stadt  ins Herz geschlossen und damit natürlich recht haben...


Bezeichnung
erwähnt im Jahr zusätzliche Angaben
 Edigheim


(c) Ilona Schäfer

772 als OtincheimOtincheim 1929 Eingliederung nach Oppau 
InfoEdigheim wurde im Lorscher Kodex im Jahr 772 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, entstand wahrscheinlich aber bereits im 6 Jahrhundert, ist somit eine sehr frühe Gründung. Historisch relevant ist der althochdeutsche Name "Otincheim", der einen erstaunlichen Bezug zum gleichnamigen Brunnen aus der Handschrift des Nibelungenlieds aufweist, an dem Siegfried von Hagen ermordet wurde.

Zusammen mit Oppau lag der Ort vermutlich bis ins Jahr 886 auf der rechten Seite des Rheins. Dann veränderte der Fluss zum wiederholten Mal seinen Lauf und seitdem liegen Oppau und Edigheim am linken Ufer.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde Edigheim immer wieder vom Rheinhochwasser bedroht. In den Jahren 1774, 1784 und 1824 vernichtete das Hochwasser die Ernten und viele Bewohner ertranken. Auch nach der Rheinregulierung, die nach Plänen des Obersten Johann Gottfried Tulla ab 1826 durchgeführt wurde, blieb die Gefahr bestehen. Das schlimmste Hochwasser ereignete sich um die Jahreswende 1882 und 1883: aufgrund der Schneeschmelze stieg der Rhein um 6,60 Meter und der Damm brach; Oppau und Edigheim wurden überflutet. Menschen und Tiere mussten zum Teil auf die Dächer flüchten.

1928 wurde Edigheim nach zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und gescheiterten Beitrittsverhandlungen mit Frankenthal in Oppau eingemeindet.

Lage
Bilderartikel
 Pfingstweide


(c) Ilona Schäfer

Baubeginn 1967 als Trabantenstadt;
Einzug 1969

Teil der Edigheimer Gemarkung und somit zu Oppau gehörend
Die Ursprünge der Pfingstweide gehen auf eine Viehweide zurück, die durch den nahe liegenden Rhein immer wieder überschwemmt wurde und daher, außer als Viehweide, landwirtschaftlich nicht nutzbar war. Diese Weide, die zur Edigheimer Gemarkung gehörte, nutzten die Edigheimer Bauern nach Pfingsten für ihr Vieh. Daher der Name Pfingstweide. Erst nachdem der Frankenthaler Kanal und die Rheinregulierung von Tulla im Jahre 1826 abgeschlossen waren, verbesserte sich die Situation der Pfingstweide.

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte wegen des ständigen Zuzuges von Menschen nach Ludwigshafen eine Wohnungsnot. Der Stadtrat beschloss daher, in der Pfingstweide eine große Wohnsiedlung zu bauen. Der erste Bebauungsplan wurde 1965 aufgestellt, der Beschluss zur Bebauung erging im März 1966. Als Gemeinschaftsprojekt von GAG Ludwigshafen und LUWOGE, den beiden Wohnungsbaugesellschaften der Stadt Ludwigshafen und der BASF AG begann der Wohnungsbau im Jahr 1967.

Es entstanden viergeschossige Wohngebäude, neungeschossige Punkthäuser und gestaffelte Kettenhäuser von sieben Geschossen in den Randgebieten sowie bis zu siebzehn Geschosse im Zentrum der Pfingstweide. Am Rande der Pfingstweide entstanden Einfamilienhäuser. Insgesamt erweckt die Pfingstweide damit den Eindruck einer Pyramidenform.
Info

Lage
Bilderartikel
 Melm Bild folgt Entstehung ab 1934.
Erweiterungen in den 1960er Jahren und ab 1995; s. auch Notwende 

Teil Oggersheims
InfoDie Melm ist ein Weiher auf der Gemarkung des Stadtteils Oggersheim in der Siedlung Notwende/Melm, der beim Abbau von Kies entstanden ist. In den Jahren von 2002 bis 2006 wurde dem Gewässer immer eine gute bis ausgezeichnete Wasserqualität bestätigt.

Bis ins Jahr 2009 wurde der Weiher noch als Strandbad von der Stadt selbst betrieben. Wegen notwendiger Sanierungsmaßnahmen, hohen Unterhaltskosten und der rückläufigen Badegastzahlen hat die Stadt den Badebetrieb trotz guter Wasserqualität eingestellt. Seitdem verwildert das Gelände, welches zukünftig als Naherholungsgebiet ohne Badeerlaubnis den Bürgern dienen soll.

Das Gewässer wurde daraufhin 2012 von der Europäischen Union von der Liste der Badeseen gestrichen.

Zur Badezeit gab es auf dem Gewässer ein Badefloß und am Rand Sprungtürme von ein und drei Meter Höhe. Der Eintritt zum Strandbad war stets kostenfrei, dafür erfolgte das Baden auf eigene Gefahr. Für Kinder gab es ein max. 50 cm tiefes separat angelegtes Becken mit Rutsche. Dieses Becken wurde mit Sand verfüllt und ist nun Zentrum eines Spielplatzes, der nach und nach angelegt wird. Weiterhin gibt es am Weiher eine Wache der DLRG
 Lage

 Notwende Bild folgt In den 1930er Jahren als Werkssiedlung der BASF errichtet
 gehörig zu Oggersheim
Lage
 Hochfeld


(c) Ilona Schäfer

Baubeginn 1919 Teil der Gartenstadt
Lage
 Niederfeld


(c) Ilona Schäfer

Baubeginn 1932 Teil der Gartenstadt
Lage
 Ernst-Reuter-Siedlung


(c) Ilona Schäfer


im Süden der Gartenstadt
Lage
 Hemshof
(c) Ilona Schäfer
770 (als Hembsheim)
entstand ab etwa 1870;
gehörig zu Innenstadt Nord
Info Ältester und lange Zeit "bescheidenster" inoffizieller Stadtteil.

Zusammen mit dem Stadtteil Nord bildet er den Bereich "Nördliche Innenstadt".

Der Hemshof war ursprünglich eine fränkische Siedlung und erreichte strategische Bedeutung um das Jahr 1600, als der Brückenkopf Rheinschanze errichtet wurde.

Danach war der Hemshof ein Bauernhof in der Gemarkung von Friesenheim. Ebenfalls auf der heutigen Gemarkung befanden sich mit dem Ganderhof, dem Rohrlacher Hof und dem Gräfenauer Hof noch drei weitere Bauernhöfe.

Nach Auflösung der Bauernhöfe zunächst ein reines Wohngebiet für die Arbeiter der 1865 gegründeten BASF, entwickelte sich der Hemshof seit den 60er Jahren mit seinen mittlerweile knapp 16.700 Einwohnern und einem Ausländeranteil von 43,8% (2005) allmählich zum bevorzugten Zentrum der ausländischen Einwohner.

In den 80er Jahren wurde der Hemshof neu gestaltet; dadurch bekam er eine anderes Gesicht, welches heutzutage kulturell der Stadt zu interessantem Ruf verhalf. Diese Umgestaltung dauert auch heute noch an, im Jahr 2010.

Die Kombination von deutscher Altstadt und verschiedenen ausländischen Kulturen machen den Hemshof zu dem besondersten und zugleich bekanntesten Teil von Ludwigshafen. Der Reiz des Hemshof wird mitunter durch die vielen Bistros und Restaurants geprägt, die einen mediterranen Charme verströmen und viele Menschen im Sommer zu deren Außenplätze locken. Mittlerweile haben sich, im Zuge der Sanierungen, auch etliche Künstler im Hemshof angesiedelt. Neben dem Prinzregententheater in der Fußgängerzone, dem Hemshoftheater, dem Kabelkanal und einigen Kulturvereinen, wohnen und wirken zahlreiche Musiker und Maler in dem Viertel, wodurch eine kosmopolitische Atmosphäre entstanden ist.

Die berühmteste Bewohnerin des Hemshof ist wohl die deutsche Sängerin Julia (Jule) Neigel, die sich seit Jahrzehnten öffentlich zum Hemshof als Lieblingsort der Stadt bekennt.

Eine andere "Sängerin" und zugleich ein Unikum war die "Hemshof-Liesl": Urgestein von Anfang der 1970er Jahre, nie gefehlt auf den vielen Festen in und rund um Ludwigshafen; berühmtestes Lied für die "alten" Ludwigshafener: Hemshof-Blues...
Lage
Bilderartikel

 West (Westend)


(c) Ilona Schäfer


gehörig zu Innenstadt Nord
Lage
 Valentin-Bauer-Siedlung Bild folgt bezugsfertig 1956
gehörig zu West
Lage

 Froschlache


(c) Norbert Hufler




(c) Ilona Schäfer




gehörig zu Friesenheim.
Vier markante Hochhäuser am Ende Friesenheims, mit Blick auf die vier Baggerseen Willersinn-Weiher, Begüten-Weiher, Großparth-Weiher und Kratz'scher Weiher.
Lage

 Parkinsel


(c) Ilona Schäfer



(c) Ilona Schäfer

gehörig zu Süd
Lage
Info und Bilderartikel
 Rheinufer Süd

Baubeginn 2009
gehörig zu Süd
Infos
Lage
Bilderartikel


An die Eingemeindungen erinnert der Stadtteilbrunnen im Friedenspark (LU Nord):
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Die längere GESCHICHTE:


Als im Jahr 1606 Kurfürst Friedrich IV. den Grundstein zur Festung Mannheim legte und gleichzeitig auf der linksrheinischen Seite zum Schutze Mannheims die "Rheinschanze" plante, dachte sicher niemand daran, dass sich 200 Jahre später aus der Rheinschanze eine weitere Stadt entwickeln könnte. Auch der Mannheimer Wirt Carl Hornig, der 1808 die Rheinschanze von den französischen Besatzern kaufte und dort zunächst eine Gastwirtschaft eröffnete, ahnte er wohl kaum, dass er mit der von den Franzosen 1811 genehmigten Errichtung eines Schiffslandeplatzes den Weg zu einem Handelszentrum ebnete. Als Hornig 1819 starb, ging der Speyerer Kaufmann Johann Heinrich Scharpif diesen Weg weiter. Der Handelsplatz erlangte bald Bedeutung und wechselte 1830 in den Besitz von Scharpffs Schwiegersohn Philipp Markus Lichtenberger, der die Hafenanlage zielstrebig ausbaute.

Das Jahr 1843 schließlich ging als eigentliche Geburtsstunde Ludwigshafens in die Geschichte ein. Lichtenberger verkaufte den Umschlagplatz an Bayern, der militärische Charakter der Rheinschanze wurde aufgehoben. Mit der Verfügung des bayerischen Königs Ludwig I., die Rheinschanze in Ludwigshafen umzubenennen, gingen "zweckdienliche Vorbereitungen" zur Bildung einer eigenen Gemeinde einher. Paul von Denis entwarf in diesem Jahr einen ersten Bebauungsplan.

Obwohl politisch noch nicht selbständig, wuchs der Flecken Ludwigshafen in zehn Jahren zu einer stattlichen Gemeinde mit rund 1.500 Einwohnern heran.

Am 27. Dezember 1852 genehmigte schließlich König Maximilian II. die Bildung der selbständigen Gemeinde Ludwigshafen, bestehend aus "den Ansiedlungen zu Ludwigshafen, den Hemshöfen, dem Gander- und Rohrlacherhof, sodann der Gräfenau, ferner der Bannabteilung zwischen den Gemeinden Friesenheim, Mundenheim und Ludwigshafen".

In der Entwicklung Ludwigshafens ist nach der Verleihung der Stadtrechte 1859 das Jahr 1865 bedeutend. Am 6. April 1865 wurde in Mannheim die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) gegründet: Der Mannheimer Bürgerausschuss lehnte aber die Ansiedlung dieser chemischen Fabrik am Neckarufer ab. Ludwighafen dagegen reagierte schnell und erteilte bereits am 21. April 1865 eine Konzession zum Bau der Firma auf dem Hemshof.

Die Bevölkerungszahl Ludwigshafens schnellte mit dem wirtschaftlichen Wachstum in die Höhe, die Stadt stieß beim Aufbau der Infrastruktur bald an ihre räumlichen Grenzen. So war es nicht verwunderlich, daß die inzwischen einflussreich gewordene Tochter nach den Gemarkungen ihrer Mütter Friesenheim und Mundenheim verlangte. Die Vereinigung mit Friesenheim erfolgte 1892, Mundenheim zögerte noch etwas länger und kam erst 1899 hinzu. So zählte Ludwigshafen vor der Jahrhundertwende stolze 62.000 Einwohner, die Gemarkung umfaßte 2175 Hektar.

Das Thema Eingemeindung blieb auch im neuen Jahrhundert stets ein Thema. Obwohl schon 1906 an die Straßenbahn angeschlossen, dauerte es mit der Eingemeindung des Dorfes Rheingönheim bis zum Jahre 1938. Im gleichen Jahr kamen noch das landwirtschaftliche geprägte Maudach, die geschichtsträchtige Stadt Oggersheim (zeitweise Flüchtlingsort des Dichters Friedrich Schiller) und das reiche Oppau/Edigheim zu Ludwigshafen, das dann vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 135.000 Einwohner zählte.

Die letzte Eingemeindung erfolgte 1974, als sich Ruchheim in Folge der rheinlandpfälzischen Verwaltungsreform vom Landkreis trennte und zur Stadt stieß. Zur gleichen Zeit, als sich Ruchheim Ludwigshafen anschloss, schossen im äußersten Norden der Stadt die Hochhäuser der Pfingstweide als neuer Stadtteil aus dem Boden.

Aufgrund der Siedlungsbewegung der zwanziger und dreißiger Jahre entstand der Stadtteil Gartenstadt auf der ehemals Mundenheimer Gemarkung.

Viele Ludwigshafener besitzen durch ihre Verbundenheit zu ihrem Stadtteil zwei Identitäten: Sie fühlen sich zum einen als Ludwigshafener, zum anderen aber auch als Oggersheimer, Maudacher oder Rheingönheimer, als Hemshöfer, Oppauer, Edigheimer oder Pfingstweidler. Aber letztendlich sind sie alle Ludwigshafener, und damit echte "Pälzer"...

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Quellen: diverse Internetseiten; Internetauftritt Stadt Ludwigshafen; Stadtarchiv Ludwigshafen (herzlichen Dank an Herrn Dr. Mörz für die gute Zusammenarbeit!); Fotos: eigene Arbeiten und wo hingewiesen von Ilona Schäfer.